Maria Montessori (1870 - 1952)
Quelle: Sigurd Hebenstreit,
Maria Montessori - Eine Einführung in ihr Leben und Werk,
Verlag Herder Freiburg im Breisgau, 1999
Tabellarischer Lebenslauf
| 31.08.1870 | geboren in Chariavelle, in der Provinz Ancona |
| Ab 1876 | in Rom |
| 1890 | Sie beginnt als eine der ersten Frauen in Italien ein Medizinstudium. |
| 1896 | Promotion zum Doktor der Medizin Assistentin am Krankenhaus San Giovanni |
| 1897 - 1898 |
Assistentin an der Regia Clinica Psichiatrica Arbeit mit geistig behinderten Kindern. Sie liest dazu die Werke der französischen Ärzte Itard und Seguin. |
| 1896 | Gründung der Lega Nazionale per la educazione dei fanciulli deficienti |
| 1899 | Vortragsreihe an der Scuola normal di magistero des Collegio Romano über Erziehungsmethoden für behinderte Kinder. |
| 1900 | Eröffnung der Scuola Magistrale Ortofrenica der Lega nazionale |
| 1905 | Studium der Antropologie, Experimentalpsychologie, Erziehungsphilosophie, Pädagogik und Hygiene an der philosophischen Fakultät der Universität in Rom. Durchführung anthropologischer Untersuchungen an Grundschulen und Hospitationsbesuche in Volksschulen |
| 1901 | Zweiter internationaler Pädagogenkongress in Neapel |
| 1907 | Eröffnung der ersten Casa dei bambini (Kinderhaus) in der Via Marsi 58 in San Lorenzo (Römischer Bezirk) Zweite Casa dei bambini in San Lorenzo |
| 1908 | Gründung der ersten Casa dei bambini in Mailand |
| 1909 | Veröffentlichung der ersten Schrift über das Kinderhaus mit dem Titel: "Die Methode der wissenschaftlichen Pädagogik, angewandt auf die Kindererziehung im Kinderhaus" Gründung einer Montessori Gesellschaft in Rom mit Zweigstelle in Mailand und Neapel |
| 1913 | Erste Reise nach Amerika |
| 1914 | Internationaler Ausbildungslehrgang in Castello San Angelo in Rom Gründung einer Gesellschaft zur Erstellung von Regeln und Normen für die Arbeit der Montessoribewegung in Großbritannien Zweite Amerikareise Ausbildungskurs für Lehrerinnen in Los Angeles und San Diego. Einrichtung einer Montessoriklasse auf der Weltausstellung in San Francisco. Internationaler Ausbildungslehrgang in San Francisco. |
| 1916 | Montessori übersiedelt nach Barcelona. Dort hält sie alle zwei Jahre Ausbildungskurse für Pädagogen, ebenso alle zwei Jahre in Großbritannien |
| 1922 - 1936 |
Mehrmonatige Aufenthalte in Italien (Mussolini) |
| 1929 | Fünfte Weltkonferenz der New Education Fellowship in London, gleichzeitig internationaler Montessorikongress, sowie Gründung der AMI (Association Montessori International). Damit kommt sie auch offiziell mit den reformpädagogischen Bewegungen in Berührung. |
| 1930 | Vortragsreise nach Wien, Begegnung mit Anna Freud. Friedenskonferenzen in Genf, Brüssel, Kopenhagen und Utrecht. Dort hält sie Vorträge über Educazione e Pace. Dabei entsteht die Idee einer kosmischen Erziehung. |
| 1936 | Internationaler Montessori Kongress in Oxford. Umzug nach den Niederlanden in der Nähe von Amsterdam, dort Gründung einer Montessorischule. |
| 1939 - 1946 |
Erste Vortragsreise nach Indien mit ihrem Sohn Mario Montessori. Gleichzeitig bricht der zweite Weltkrieg aus und sie kann nicht mehr nach Europa zurück. In Indien ist sie Gast der Theosophischen Gesellschaft. |
| 1944 | Ausbildungskurs in Sri Lanka und Pakistan |
| 1946 | Rückkehr nach Europa |
| 1947 - 1949 |
Zweite Vortragsreise nach Indien |
| 1951 | Montessorikurs in Innsbruck (drei Monate) |
| 1952 | Montessori beabsichtigt, nach Afrika zu reisen, stirbt bei den Vorbereitungen aber an einer Gehirnblutung und ist in Nordwijk aan Zee begraben. |
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