Grundsätzlich ja. Die Montessori-Schule deckt als Minimalvoraussetzung die Lerninhalte des vom bayerischen Kultusministerium festgelegten Lehrplans ab, hält sich dabei aber nicht an die in Regelschulen üblichen starren Zeitabläufe. Das heißt z. B. bei der Grundschule, dass den Kindern in den vier Jahren alle Inhalte angeboten werden, die an der Regelschule vorgesehen sind – das bedeutet aber nicht, dass der Wissensstand zu einem bestimmten Zeitpunkt, etwa am Ende der zweiten Jahrgangsstufe, identisch sein muss. Wir gehen davon aus, dass jedes Kind ein „Lernzeitfenster“ (eine sensible Phase) hat, in dem es offen für bestimmte Inhalte ist. Aus diesem Grund, macht es keinen Sinn, Lerninhalte jahrgangsbezogen anzubieten.

Zudem eignen sich unsere Schüler*innen Kompetenzen wie Teamfähigkeit, Eigenständigkeit, Selbstreflexion oder Redekompetenz an, welche die Regelschule nur wenig vermittelt. Unsere Schule mit dem Lehrplan zu einem bestimmten Zeitpunkt im Jahr – sogar während der ganzen Schulzeit – zu vergleichen, kann nie erfüllend sein. Denn die Zeit für die Persönlichkeit jedes einzelnen und die vielen Themen, die einem Menschen begegnen und die er als wichtig erachtet, muss man ihm zugestehen.

Außerdem beschränkt sich die Schule nicht auf den Stoff des Lehrplans. Es gibt zahlreiche zusätzliche Angebote im musischen, sprachlichen und naturwissenschaftlichen Bereich, z. B. Englisch ab der 1. Jahrgangsstufe, Französisch ab der 6. Klasse.

Um sich einen Eindruck von unserer Schule zu verschaffen, empfehlen wir Ihnen unseren Tag der offenen Tür, der in der Regel (Ankündigung in der Presse und auf der Homepage beachten) am letzten Wochenende im November stattfindet kommen. Durch Darbietungen unserer Schüler*innen, offene Räume und verschiedenste Gesprächsangebote können Sie einen guten Eindruck von unserer Schule gewinnen und Ihre Fragen persönlich klären.

Verpflichtend sind dann der Besuch eines unserer Informationsabende im Januar. Hier erfahren Sie alle Details zu unserer Pädagogik und den Rahmenbedingungen eines Schulbesuchs.

Weitere Informationen zu unserem Aufnahmeverfahren finden Sie hier.

Noten gibt es an unserer Montessori-Schule grundsätzlich nicht. Die Pädagog*innen beobachten und dokumentieren aber die Lernfortschritte jedes Kindes in der Klasse sehr genau. Daraus entstehen zum Halbjahr ausführliche Wortgutachten und zum Schuljahresende detaillierte und differenzierte „Informationen zum Entwicklungs- und Lernprozess“ (so genannte IzEL), die den Kindern anstelle traditioneller Zeugnisse mit Noten mitgegeben werden. Außerdem werden die Kinder schon ab der ersten Klasse dazu angehalten, gemeinsam mit den Pädagog*innen ihre Arbeit zu reflektieren und sich Ziele zu setzen.

Die Sollstärke einer Klasse liegt bei 25 Kindern, Abweichungen nach unten oder oben sind aus organisatorischen Gründen möglich.

Wenn ihr Kind quer in die Montessori-Schule Augsburg (also nicht in die erste Klasse) einsteigen möchte, können sie eine E-Mail an uns schicken um einen Bewerbungsbogen anfordern. Diesen können Sie ganzjährig bei uns abgeben. Wenn ein Schulplatz frei wird, laden wir Kinder unserer Warteliste zu einer einwöchigen Hospition in der Klasse ein. Danach entscheiden beide Seiten ob das Kind an unsere Schule wechseln wird.

Das Lernen und Spielen findet im Alltag in altersgemischten Gruppen statt. Die Kinder sollen so auch in der Schule weiterlernen können. An unserer Schule wählen die Kinder ihre Arbeitspartner*innen eigenständig aus. Die Großen profitieren so von den Kleinen und umgekehrt. Und jede/r ist im Laufe der Zeit einmal der/die Große oder Kleine. Das kann sich besonders positiv auf das Lern- und Sozialverhalten der Kinder auswirken.

An der Montessori-Schule Augsburg gibt es

  • vier jahrgangsgemischte Grundstufenklassen (Jahrgangsstufe 1-3),
  • drei jahrgangsgemischte Klassen der Mittelstufe (Jahrgangsstufe 4-5) sowie
  • drei Erdkinderklassen mit der Jahrgangsmischung 6-8,
  • zwei Oberstufenklassen mit den Jahrgängen 9 und 10

Die entsprechenden Informationen finden Sie hier!

Unsere Schulabschlüsse (erfolgreicher Hauptschulabschluss oder Qualifizierender Hauptschulabschluss nach der 9. Klasse sowie Mittlerer Schulabschluss nach der 10. Klasse) sind staatlich anerkannt und werden in Kooperation mit unseren Partnerschulen absolviert.

Die Schüler*innen nehmen an den staatlichen Prüfungen als externe Teilnehmer*innen teil, d. h. dass sie die Prüfungen ohne Vornoten (Jahresfortgangsnoten) bestehen müssen. Aus Erfahrung können wir sagen, dass unsere Schüler*innen diese Herausforderung in der Regel sehr gut bewältigen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Unsere Erfahrungen der letzten Jahre zeigen uns, dass Schüler*innen, die uns nach der 10. Klasse verlassen, hauptsächlich an weiterführende Schulen gehen. 78% der letzten 7 Abschlussjahrgänge hatten den dafür notwendigen Notendurchschnitt. FOS, Montessori-FOS oder die Übergangsklasse des Gymnasiums sind mögliche Wege.

Wer uns mit den entsprechenden kognitiven Fähigkeiten verlässt, wird seinen/ihren Weg entsprechend weitergehen, wenn er/sie das will.