Grundsätzlich ja. Die Montessori-Schule deckt als Minimalvoraussetzung die Lerninhalte des vom bayerischen Kultusministerium festgelegten Lehrplans ab, hält sich dabei aber nicht an die in Regelschulen üblichen starren Zeitabläufe. Das heißt z. B. bei der Grundschule, dass den Kindern in den vier Jahren alle Inhalte angeboten werden, die an der Regelschule vorgesehen sind – das bedeutet aber nicht, dass der Wissensstand zu einem bestimmten Zeitpunkt, etwa am Ende der zweiten Jahrgangsstufe, identisch sein muss. Wir gehen davon aus, dass jedes Kind ein „Lernzeitfenster“ (eine sensible Phase) hat, in dem es offen für bestimmte Inhalte ist. Aus diesem Grund, macht es keinen Sinn, Lerninhalte jahrgangsbezogen anzubieten.

Zudem eignen sich unsere Schüler*innen Kompetenzen wie Teamfähigkeit, Eigenständigkeit, Selbstreflexion oder Redekompetenz an, welche die Regelschule nur wenig vermittelt. Unsere Schule mit dem Lehrplan zu einem bestimmten Zeitpunkt im Jahr – sogar während der ganzen Schulzeit – zu vergleichen, kann nie erfüllend sein. Denn die Zeit für die Persönlichkeit jedes einzelnen und die vielen Themen, die einem Menschen begegnen und die er als wichtig erachtet, muss man ihm zugestehen.

Außerdem beschränkt sich die Schule nicht auf den Stoff des Lehrplans. Es gibt zahlreiche zusätzliche Angebote im musischen, sprachlichen und naturwissenschaftlichen Bereich, z. B. Englisch ab der 1. Jahrgangsstufe, Französisch ab der 6. Klasse.

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